In der Krebsbehandlung kommt meist eine Kombination aus operativer Entfernung des Tumors, Bestrahlung und Chemotherapie zum Einsatz. In den letzten Jahren ist die Immunonkologie als vielversprechende neue Behandlungsmethode in den Vordergrund gerückt. Die Immunonkologie macht sich das körpereigene Immunsystem im Kampf gegen den Krebs zunutze. Ähnlich wie die Immunisierung gegen Infektionskrankheiten wie z.B. Polio und Pocken zielen immunonkologische Krebstherapeutika darauf ab, die körpereigene Anti-Tumor-Immunantwort zu verstärken, um so den Krebs zu bekämpfen.


Übersicht der Anti-Tumor-Immunantwort

 

Wie Immunonkologie funktioniert

Die Anti-Tumor-Immunantwort beginnt mit dem Eintritt von neuen Tumor-Antigenen in den Lymphknoten und der darauffolgenden Präsentation durch Antigen-präsentierende Zellen. Hierdurch werden T-Zellen aktiviert, die sich vermehren und zu funktionellen Anti-Tumor-Immunzellen heranreifen. Die Anti-Tumor-Immunzellen wandern durch den Körper auf der Suche nach Zellen, die diese Tumor-Antigene exprimieren, um sie zu vernichten. Tumoren haben jedoch eine Vielzahl von Methoden entwickelt, um die Anti-Tumor-Immunantwort zu unterdrücken und sich dieser zu entziehen.

Ziel der Immunonkologie ist es, die Anti-Tumor-Immunantwort an diesen wichtigen Stellen anzukurbeln, um sie zu verstärken und zu verlängern. Dies kann dadurch erreicht werden, dass sowohl die Zahl als auch die Wirksamkeit der Anti-Tumor-Immunzellen gesteigert wird. Mitglieder der TNF/TNFR-Superfamilie (Tumornekrosefaktor-/ Tumornekrosefaktor-Rezeptor-Superfamilie) spielen erwiesenermaßen eine wichtige Rolle bei der Anti-Tumor-Immunantwort.

Apogenix entwickelt neuartige TNF/TNFR-basierte Wirkstoffkandidaten, die die Immunantwort durch Aktivierung oder Inhibierung einer Vielzahl von Signalwegen an verschiedenen Stellen des Anti-Tumor-Immunantwort-Zyklus stimulieren. Die präklinischen und klinischen Wirkstoffkandidaten von Apogenix umfassen Asunercept (APG101) sowie TRAIL-Rezeptor Antagonisten ABBV-621 (APG880) sowie CD40-, CD27-, OX40-, HVEM-, GITR- und 4-1BB-Agonisten.

Vorteile von immunonkologischen Behandlungsansätzen

Das enorme Potenzial von immunonkologischen Behandlungsansätzen basiert auf drei wesentlichen Vorteilen des körpereigenen Immunsystems – Spezifität, Anpassungsfähigkeit und immunologisches Gedächtnis bzw. Dauerhaftigkeit. Das Immunsystem ist in der Lage, minimale Unterschiede zwischen gesundem Gewebe und Tumorgewebe zu erkennen und auf diese Weise das Tumorgewebe zu bekämpfen, ohne dabei das gesunde Gewebe zu beeinträchtigen. Das Immunsystem erkennt überdies Veränderungen des Tumors, wie z.B. Metastasen und Mutationen, und passt sich entsprechend an. Zudem ist es dazu in der Lage, auf ein immunologisches Gedächtnis zurückzugreifen und auf diese Weise eine dauerhafte Immunantwort herzustellen. Die Anti-Tumor-Immunzellen sind somit weiterhin verfügbar, falls der Tumor metastasiert oder wiederkehrt.

 

Die Zukunft der Krebsbehandlung

Immunonkologische Therapieansätze werden als Zukunft der Krebsbehandlung erachtet, und Apogenix gehört zu den Pionieren in diesem Entwicklungsprozess. Die innovativen immunonkologischen Proteinwirkstoffe des Unternehmens können als eigenständige Therapeutika oder in Kombination mit traditionellen Behandlungsmethoden sowie anderen immunonkologischen Wirkstoffen eingesetzt werden.