Die Mitarbeiter von Apogenix haben seit der Gründung des Unternehmens im Jahr 2005 ein vielversprechendes Portfolio innovativer immunonkologischer Proteinwirkstoffe zur Behandlung von Krebs und Viruserkrankungen aufgebaut. Diese Wirkstoffkandidaten, die ihren therapeutischen Effekt über die Beeinflussung verschiedener TNFSF-abhängiger Signalwege ausüben, sollen somit bei Krebspatienten die Immunantwort gegen Tumore wiederherstellen sowie bei Patienten mit Virusinfektionen die Lymphopenie sowie den entzündlichen Zelltod reduzieren.

 

 

 

Der am weitesten entwickelte immuntherapeutische Wirkstoffkandidat Asunercept wird zur Behandlung von soliden Tumoren und hämato-onkologischen Indikationen entwickelt; eine zulassungsrelevante Phase II/III-Studie im Glioblastom befindet sich in Planung. Angesichts des dringenden Bedarfs an Behandlungsoptionen für COVID-19 beabsichtigt das Unternehmen Asunercept bei Krankenhaus-Patienten mit mittelschweren bis schweren Fällen von COVID-19 zu evaluieren. Basierend auf soliden wissenschaftlichen Daten, die für den Einsatz von Asunercept zur Blockierung von CD95L-vermittelten epithelialen Lungenschäden sprechen, wird Apogenix zwei kontrollierte Phase II-Studien in Q2/2020 beginnen. Die finale Datenanalyse wird in Q1/2021 erwartet.

Bei der Zweitlinienbehandlung des Glioblastoms hat Asunercept in einer kontrollierten Phase II-Studie signifikante Verbesserungen beim progressionsfreien Überleben und der Lebensqualität sowie einen positiven Trend beim Gesamtüberleben gezeigt – nur sechs Jahre nach der Erstveröffentlichung präklinischer Daten, die die Grundlage für den Einsatz von Asunercept zur Behandlung dieser schwerwiegenden Erkrankung legten.

Asunercept wurde ebenfalls in einer klinischen Phase I-Studie zur Behandlung des myelodysplastischen Syndroms (MDS) geprüft. 40 Prozent der Patienten, die im Rahmen dieser Studie behandelt wurden, zeigten eine deutliche Verminderung der Transfusionshäufigkeit.

Aufgrund seines einzigartigen Wirkmechanismus birgt Asunercept zudem ein großes therapeutisches Potenzial zur Behandlung anderer solider Tumore neben dem Glioblastom.

Darüber hinaus hat das wissenschaftliche Team von Apogenix die proprietäre HERA-Liganden-Technologieplattform entwickelt, auf deren Basis neuartige Proteinwirkstoffe für den breiten Einsatz in der Onkologie entwickelt werden, die im Vergleich zu anderen Biotherapeutika, wie z.B. Antikörpern, deutliche therapeutische Vorteile aufweisen.

Das Unternehmen hat das erste Programm, das auf dieser Technologieplattform beruht und u.a. den TRAIL-Rezeptor-Agonisten APG880 (ABBV-621) umfasst, bereits erfolgreich an Abbvie auslizenziert. Im März 2017 begann AbbVie mit einer klinischen Phase I-Studie an Patienten mit soliden Tumoren, Non-Hodgkin-Lymphomen oder akuten myeloischen Leukämien.